Evangelische Stiftskirche Stuttgart

Mitten im Leben

Auf ein Wort: Kolumne des Stiftspfarrers

Hier schreibt der Stiftspfarrer über aktuelle Themen & Gedanken.

Pfingsten wird oft als Geburtstag der Kirche bezeichnet. Wer das hört, kann sich fragen: Was hat das denn mit mir zu tun? Bin ich bei dieser Geburtstagsfeier dabei? Was möchte Pfingsten und der Heilige Geist für mein Leben sagen? Unsere Kirchengemeinderätin Heidi Heinemann hat ihre Gedanken zu Pfingsten in einem Gedicht zusammengefasst, das ich Ihnen für die Pfingstzeit mitgeben möchte.

Unter den Jüngern Jesu nimmt der Apostel Matthias gewiss nicht den prominentesten Rang ein. Matthias war wohl von Beginn an im Kreis der Jesus-Anhänger, gehörte aber nicht zu den zwölf auserwählten Jüngern. Erst nach dem Tod des Verräters Judas wurde er durch das Los in den Kreis der zwölf Apostel nachgewählt, die Apostelgeschichte erzählt uns im ersten Kapitel von diesem Ereignis.

Zum größten Schatz, den Stuttgart zu bieten hat, zählen die Mineralquellen der Stadt. An keinem anderen Ort in Westeuropa sprudelt täglich so viel Wasser, umgerechnet 500 Liter pro Sekunde. Heute ist das Wasser an 19 Brunnen der Stadt kostenlos und in bester mineralischer Qualität zu haben.

Es waren bewegende Stunden am 31. Oktober 2017 in unserer Stiftskirche. Am Morgen ein ‚Baden-Württemberg‘- Gottesdienst, bei dem beide evangelische Bischöfe predigten, Ministerpräsident Kretschmann die Worte der Bergpredigt als Lesung aus der Heiligen Schrift las und wir in der übervollen Kirche miteinander Abendmahl feierten.

Bei den Stuttgarter Feierlichkeiten zum 400 jährigen Gedenken an die Reformation 1917 wurde vor der damals größten Kirche der Stadt, der Hospitalkirche, ein Reformationsdenkmal aufgestellt. Es zeigt die Reformatoren Martin Luther und Johannes Brenz, die den auferstandenen Christus im Zentrum der Gruppe rahmen. Im Vergleich zu anderen Lutherdenkmalen der Zeit hat es bescheidene schwäbische Dimensionen; zudem rückt es nicht Luther ins Zentrum, sondern nimmt den auferstandenen Christus in die Mitte. ...

Zumindest bei vielen von uns ist das so: Sommerzeit ist Reisezeit. Wenn wir im Jahr des Reformationsjubiläums auf das Leben von Martin Luther blicken, dann stellen wir fest, dass er (selbst für seine Zeit) vergleichsweise wenig gereist ist und sein geliebtes Sachsenland selten verlassen hat. Nur von einer großen Reise wissen wir: 1510 oder 1511 ging es nach Rom, um dort über Ordensangelegenheiten zu sprechen. Luther bekam damals einen bleibenden Eindruck von den Zuständen in Rom, die er später immer wieder erwähnt hat.

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Gemeindebrief

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