Evangelische Stiftskirche Stuttgart

Mitten im Leben

Auf ein Wort: Kolumne des Stiftspfarrers

Hier schreibt der Stiftspfarrer über aktuelle Themen & Gedanken.

Es waren bewegende Stunden am 31. Oktober 2017 in unserer Stiftskirche. Am Morgen ein ‚Baden-Württemberg‘- Gottesdienst, bei dem beide evangelische Bischöfe predigten, Ministerpräsident Kretschmann die Worte der Bergpredigt als Lesung aus der Heiligen Schrift las und wir in der übervollen Kirche miteinander Abendmahl feierten.

Bei den Stuttgarter Feierlichkeiten zum 400 jährigen Gedenken an die Reformation 1917 wurde vor der damals größten Kirche der Stadt, der Hospitalkirche, ein Reformationsdenkmal aufgestellt. Es zeigt die Reformatoren Martin Luther und Johannes Brenz, die den auferstandenen Christus im Zentrum der Gruppe rahmen. Im Vergleich zu anderen Lutherdenkmalen der Zeit hat es bescheidene schwäbische Dimensionen; zudem rückt es nicht Luther ins Zentrum, sondern nimmt den auferstandenen Christus in die Mitte. ...

Zumindest bei vielen von uns ist das so: Sommerzeit ist Reisezeit. Wenn wir im Jahr des Reformationsjubiläums auf das Leben von Martin Luther blicken, dann stellen wir fest, dass er (selbst für seine Zeit) vergleichsweise wenig gereist ist und sein geliebtes Sachsenland selten verlassen hat. Nur von einer großen Reise wissen wir: 1510 oder 1511 ging es nach Rom, um dort über Ordensangelegenheiten zu sprechen. Luther bekam damals einen bleibenden Eindruck von den Zuständen in Rom, die er später immer wieder erwähnt hat.

Mit Pfingsten endet im Kirchenjahr die Festzeit – aber Pfingsten geht weiter. Damals ging die Botschaft von Jesus hinaus in alle Welt. Menschen haben diese Botschaft aufgenommen und wieder weitergegeben. So entstand im Laufe der Jahrhunderte eine bunte Gemeinde Jesu in allen Ländern dieser Erde.

Pfingsten gilt als Geburtstag der Kirche. Am jüdischen Wochenfest, das 50 Tage nach dem Passafest gefeiert wird, saßen einige fragende und wartende Menschen beieinander. Jesus hatte ihnen bei seinem Weggang in den Himmel gesagt, wie es weitergehen wird. In Jerusalem warteten sie auf das, was ihnen verheißen wurde.

niedergedrückt und leidend, und dann wieder voller Schwung und Hoffnung. Das liegt oft nahe beieinander.

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